Personal tools
You are here: Home Dringlicher Antrag 2004-09-16
Document Actions

Dringlicher Antrag 2004-09-16

by admin last modified 2007-02-07 18:51

Betr.: Park & Ride Mariatrost –

Sofortige Beendigung der Planungsarbeiten

und Suche nach Alternativmöglichkeiten




Gemeinsamer Dringlicher Antrag von SPÖ, KPÖ, Grüne und FPÖ


an den Gemeinderat

eingebracht von Frau Gemeinderätin Edeltraud Meisslitzer

in der ordentlichen Sitzung des Gemeinderates

vom 16. September 2004


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrte Damen und Herren!


Seit Monaten sorgt der höchst umstrittene Plan, in Nachbarschaft der Tannhofsiedlung in Mariatrost eine Park & Ride-Anlage mit 500 Stellplätzen inklusive Freizeitpark zu errichten, nicht nur unter den betroffenen AnrainerInnen für allergrößte Bestürzung und Unmut. Denn statt die Park & Ride-Möglichkeiten bereits dort, wo der Verkehr anfällt, nämlich in den Regionen auszubauen und eine funktionstüchtige ÖV-Verbindung aufzubauen, soll inmitten eines Wohngebietes auf einem als Freiland gewidmeten Grundstück und noch dazu auf einer Feuchtwiese, die als Wasserspeicher dient, ein Großparkplatz entstehen. Es liegt auf der Hand, dass die damit verbundenen Umweltbelastungen (Lärm, Luft, Staub, vermehrte Hochwassergefahr usw.) zu einer massiven Verschlechterung der Lebensqualität für die Bevölkerung führen würden. Doch nicht nur das: Gegen diese Park & Ride-Lösung und das damit verbundene Verkehrsaufkommen spricht auch, dass sich in unmittelbarer Nähe eine Volksschule, ein Kindergarten und eine Krabbelstube befinden. Denn dass zusätzliches Verkehrsaufkommen für die Kinder ein Mehr an Gefährdung bedeutet, ist ja wohl klar.

Zwar wurde mittlerweile auch vom zuständigen Verkehrsreferenten dieses Tannhofweg-Projekt – wahrscheinlich nicht zuletzt angesichts des Widerstandes der Bevölkerung und negativer Stellungnahmen von ExpertInnen - vorläufig einmal auf Eis gelegt und der Suche nach Alternativen Priorität eingeräumt. Was aber noch lange nicht heißt, dass es damit auch wirklich endgültig vom Tisch ist, man wolle es für den Fall der Fälle gleichsam in der Hinterhand behalten.


Sehr geehrter Herr Stadtrat, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ein schlechtes Projekt wird nicht dadurch besser, dass es einige Zeit in einer Schreibtischlade abliegt und in ein paar Monaten wieder hervorgezaubert wird! Und es wäre auch unverantwortlich gegenüber den betroffenen AnrainerInnen, sie weiter darüber in der Ungewissheit leben zu lassen, ob diese Park&Ride-Anlage trotz ihres Widerstandes, trotz massiver Einwände und Bedenken auch von Fachleuten kommt oder nicht kommt. Dass die Verkehrssituation in der Mariatroster Straße auf Grund der starken EinpendlerInnenströme überaus angespannt ist, das ist klar. Umso wichtiger wäre es, möglichst rasch umsetzbare Lösungen zu finden gemeinsam mit der gesamten Bezirksvertretung, gemeinsam mit den Mariatroster AktivbürgerInnen, und vor allem auch gemeinsam mit den Umlandgemeinden.


In diesem Sinne stelle ich daher namens der SPÖ, KPÖ, GRÜNE und FPÖ Gemeinderatsfraktionen folgenden

dringlichen Antrag:


  1. Die zuständigen Stellen der Stadt bzw. die GPG werden aufgefordert,

  • jegliche weitere Vorarbeiten für das Projekt Park & Ride-Platz Mariatrost im Bereich der Tannhofsiedlung umgehend einzustellen und nach realisierbaren Alternativen zu suchen.

  • unter Einbindung der gesamten Bezirksvorstehung sowie der Mariatroster AktivbürgerInnen und die Einrichtung sozial verträglicherer, kleinräumigerer Park & Ride-Möglichkeiten im Einzugsgebiet der Mariatrosterstraße in Angriff zu nehmen.

  1. Der Bürgermeister wird ersucht, an den Verkehrsreferenten des Landes und an BürgermeisterInnen der Umlandgemeinden heranzutreten, damit entlang der so genannten Pendlerkorridore einerseits bedarfsgerechte Park & Ride-Plätze errichtet werden, um PendlerInnen bereits in Wohnortnähe das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern, und andererseits eben die dafür erforderlichen ÖV-Verbindungen zu attraktivieren bzw. einzurichten.