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Treffen von Plattform-Mitgliedern mit BM Mag. S. Nagl

by admin last modified 2007-02-07 18:51

In einem Treffen mit dem Grazer Bürgermeister und ÖVP-Stadtparteiobmann Siegfried Nagl legten gestern einige Mitglieder der Plattform Mariatrost ihre Einwände und Bedenken gegen das Projekt P&R Mariatrost an der Endhaltestelle der Linie 1 dar. Kernpunkt waren dabei vor allem wirtschaftliche, aber auch ökologische und verkehrsplanerische Argumente.

In einer sehr angeregten (und daher auch weitaus länger als geplant dauernden) Diskussion wurden zuächst von Seiten der Plattform Mariatrost noch einmal die Kernpunkte der Kritik dargelegt und durch entsprechende Zahlen und Argumente unterlegt. Weiters wurde Klage gegen die eigenwillige Ungleichbehandlung einzelner Bevölkerungsteile von Mariatrost bei der Einladung zur Informationsveranstaltng am 6. Juli geführt. Zu letzterem Punkt zeigte sich BM Nagl eingermaßen befremdet und meinte sinngemäß, dass er die Beweggründe von Bezirksvorsteher Wurzinger nicht nachvollziehen könne, gab aber zu bedenken, dass dieser bereits viel für den Bezirk Mariatriost erreicht habe und man ihm daher diesen Fauxpas nachsehen möge.

In der Sache selbst zeigte der BM viel Verständnis für die Einwände der Projektgegner und stimmte der Einschätzung, dass es sich dabei um eine bestenfalls suboptimale Lösung handelt, durchaus zu. Er gab jedoch auch zu bedenken, dass es angesichts des Projektstandes noch zu früh für eine edgültige Beurteilung wäre und man eigentlich abwarten müsste, was die Detailstudien zu diesem Projekt ergeben.

Weiters wies BM Nagl darauf hin, dass es immmer einfacher ist, gegen etwas zu sein, als ein Projekt zu vertreten. Damgemäß gab er jedoch auch seiner Freude Ausdruck, dass die Plattform Mariatrost sich nicht die prinzipielle Verhinderung von Projekten, sondern vor allem auch die Findung und Erarbeitung von Alternativen zum Ziel gesetzt hat und bot sich als Ansprechpartner für zukünftige Alternativprojekte an. Es gab auch eine Zusage des Bürgermeisters, dass während der Sommerpause außer der Ausarbeitung der Detailgutachten keine weiteren Aktivitäten der Projektbetreiber gesetzt werden.

Zu den angedachten Alternativen zum vorliegenden Projekt meinte der BM, dass es sich dabei zum einen nur um Teillösungen des Problems handelt, zum anderen für eine umfassende Lösung auch das Land Steiermark und die Umlandgemeinden ihren Beitrag leisten müssten. Beiden Punkten stimmten die Plattformvertreter zu, gaben jedoch zu bedenken, dass auch das geplante P&R Zentrum nur eine Teillösung des Problems darstellt und die Nachteile der Alternativkonzepte auch hier, wenn auch u. U. zeitlich ein wenig verzögert, zum Tragen kommen.

Letztlich vereinbarten beide Seiten eine Nachdenkpause über den Sommer und weitere Diskussion des Themas im Herbst.